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 DOKUMENTARFILM
Günter Jordan
G. Nickel
Lalla
K. Tetzlaff
H. Haase
Winfried und Barbara Junge
I.Ritterbusch
Hans-Eberhard Leupold
Jürgen Overmann

DOKUMENTARFILM
 




„Wir sind überzeugt, dass der authentische, in seinem Handeln gezeigte Mensch, die authentische Szenerie dem Film bessere Möglichkeiten der Interpretation der zeitgenössischen Welt sichern, dem Film eine größere Fülle von Material bieten (als der Spielfilm).
Dieses Bewusstsein sozialer Verantwortung macht unseren realistischen Dokumentarfilm zu einer verwickelten und schwierigen Kunst, besonders in einer Zeit wie der unsrigen.“

John Grierson



Die DEFA-Dokumentarfilme wurden für das Kino und auch für das Fernsehen der DDR produziert. Die Kino-Dokumentarfilmproduktion gewährte ihren Schöpfern größere Möglichkeiten und Freiräume bei der Wahl der Stoffe und ihrer Gestaltung. Die für den Kinoeinsatz produzierten Dokumentarfilme genossen ein hohes Ansehen und erreichten ein großes Publikum:
Sie wurden an einen Spielfilm gekoppelt als Kinobeiprogrammfilm in einer Länge von 15 bis 20 min.
als Kinozusatzprogrammfilme zu einem Spielfilm in einer Länge bis max. 40 min. (der Kinobesucher musste 0,50 M zur Kinokarte für den Spielfilm zahlen)
und als abendfüllende Kinodokumentarfilme ( in den 80er Jahren wurden jährlich ca. 2 bis 4 abendfüllende Dokumentarfilme produziert) eingesetzt.
Der zwischen dem Progress Film-Verleih und dem DEFA-Studio für Dokumentarfilme für das Jahr 1989 vereinbarte Vertrag sah für den Kinoeinsatz die Produktion von 46 Filmen für 8.410.000 Mark (der DDR) vor.

Zum 60. Jahrestag ihrer Gründung hat Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck die DEFA (Deutsche Film AG) als einen «Teil des nationalen Kulturerbes» gewürdigt. Bei der Festveranstaltung in Potsdam-Babelsberg sagte er, die Filme seien «Dokumente gelebten Lebens, Zeugnisse künstlerischen Schaffens und Belege für eine sehr spezifische Kultur unter den Bedingungen einer politischen Diktatur».